Beratungs-Informationsstelle
Bei Psychischen Belast. Erkrank. Sucht

 

Festina lente, fortes fortuna adiuvat

Ein erstes Gespräch könnte Ihr Leben verändern...........

Kommen Sie zu mir, lassen Sie uns darüber sprechen,

ich helfe Ihnen sehr gerne bei Ihren ganz persönlichen Anliegen...

Bedenke:

Wenn ein Kind beim ersten hinfallen nicht immer wieder aufstehen würde,

würde dieses Kind niemals laufen lernen .... 

      

Sprich doch endlich mit mir....

Ein Vierbett-Zimmer in einer bekannten Klinik in Süddeutschland. Morgenvisite: Der Chef erscheint, umgeben von einem Schar von Weißkitteln. "Morgen", sagt er. Der Pulk bewegt sich von Bett zu Bett, diskutiert jedes mal ein, zwei Minuten- was, ist allerdings nicht zu verstehen. Dann verschwindet er wieder aus der Tür in Richtung nächstes Zimmer. Keiner der Ärzte hat auch nur ein einziges Wort mit einer der Patienten gewechselt. Nicht einmal das stereotype "Na, wie geht es denn uns heute...?" Ich habe das nicht erfunden: Einer der Patienten ist ein Freund, der dort- sehr kompetent übrigens- an der Wirbelsäule operiert wurde. Ein Skandal, meinen Sie? Das sehe ich auch so. Medizinier und Sozialwissenschaftler, vor allem aber die Patienten selbst klagen, daß die Beziehung zwischen Ärzten und Kranken schon seit Jahren gestört sei. Man kann nicht mehr miteinander reden, obwohl es jedem klar ist, daß das Miteinander reden, die Basis für gegenseitiges Vertrauen ist. Daß es die Selbstheilungskräfte des patienten fördert und dadurch ein wichtiger Faktor für den Erfolg einer Behandlung wäre. Nein, Ärzte sind keine herzlosen Menschen. Sie sind meißt zeitlich überfordert und stehen unter dem gewaltigen Druck des Gesundheitssystems. Das Schlimme aber ist, und das gilt keineswegs nur für Chirurgen, daß viele von ihnen eine Art von Tunnelblick bekommen haben: Hier die kapute Wirbelsäule, da die verstopften Herzkranzgefäße. Und was ist mit dem Menschen dahinter? Welcher Mensch? Ach so, der Patient? Na ja, für den ist es doch wichtig, daß er gut operiert wird, oder? Stimmt. Aber das reicht doch nicht! Wir bestehen schließlich aus Körper und Seele. Das wurde leider vergessen, als man beschloss, die "sprechende" Medizin nicht mehr zu bezahlen. Daß junge Mediziner während der Ausbildung imer noch keine Schulung in Kommunikation- und Gesprächstechniken erhalten, wie dies in anderen Ländern der Fall ist, erklärt, warum es oft solche Schwierigkeiten gibt, die Nöte von kranken Patienten zu begreifen - und aufzufangen. "Er hat mir diese schreckliche Diagnose einfach so hingeworfen, zwischen Tür und Angel", berichtet eine junge Frau, bei der gerade Brustkrebs entdeckt worden war. Erst als ihre Hausärztin sie dann liebevoll in die Arme genommen hatte, lange mit ihr gesprochen hatte, ihr neuen Mut gemacht hatte, ging es ihr spürbar wieder besser. Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist immer ein ganz besonderes gewesen. Und das sollte es auch bleiben. Oder wieder werden. Denn was der Kranke braucht, ist nicht nur Hihg-Tech Medizin, sondern- genau wie vor 20 oder 50 Jahren- einen Arzt, der ihn als Gleichberechtigten und Mitbestimmenden führt und ihm die Chancen aufzeigt, die er hat.  Und ihm auch zu verstehen gibt, daß hier jemand ist, der ihn begleiten wird, egal wohin er geht. Was können sie tun, um ihren Doktor gesprächsfreudiger zu machen? Ich weiß von einem Patienten, der in der Praxis in einem T- Shirt mit der Aufschrift  "Sprich  mit mir" erschien. Nun ich fürchte, diese Methode könnte den Humor ihres Arztes etwas zu sehr strapazieren. Aber sie sollten mutig sein und ganz offen vorschlagen: "Ich weiß, daß das Wartezimmer vol ist, und sie auch wenig  Zeit heute haben für jeden einzelnen. Drum geben sie mir bitte einen weiteren Termin, wo wir uns ausführlicher unterhalten können."

(Auszug aus einer Patienntenzeischrift  einer Uniklinik in Süddeutschland 2007)

     

                                                                                                                              Neue Bescheidenheit.....

Anni hat das Handtuch geworfen. Oder ihr Mann hat die Notbremse gezogen. Was sich da im Einzelnen abgespielt hat, wird ein Geheimnis bleiben. Jedenfalls, hat er das große Ereignis abgesagt, Anni war überfordert. Sie hatte nämlich- und darum soll es hier auch gehen. -Alle ihre Freundinnen zu einem großen Kaffeklatsch und anschließenden Imbiss eingeladen. Und alle rätselten, waren auch sehr gespannt, was Anni denn wieder so alles auffahren würde. Für zehn Personen drei Kuchen, vier, fünf? Wie viel Wusrt, Schinken, Käse? Wie viele Riesenschüsseln Salat für die kuchengefüllten Mägen? Jetzt gibt es gar nichts. Und alle haben Verständnis dafür, daß Anni das selbst gesteckte Superziel nicht mehr ansteuert. Einladungen zum Essen- ein großes Thema. Nur allzu oft wird aufgetischt, daß sich die Platte biegt. Und dann besteigen die Gäste am nächsten Morgen zaghaft die Waage. Die Hausfrau aber ist stolz. Sie hat siegreich eine Schlacht geschlagen und hofft, im Vergleich mit anderen Gastgeberinnen bestanden zu haben. Muss das so sein? Ich erinere mich, wie ich nach einer ähnlichen Fete mit einem riesigen Wäschekorb,- gefüllt mit den Resten des kalten Buffetts, über Land fuhr, um dort ousinen, Nichten und Neffen erfreute- und somit mit Vorräten für die nächsten Tage versah. Das war nett und ein großes Hallo, aber ursprünglich nicht so gedacht. Die "neue Bescheidenheit" ist schon seit etlichen Jahren angesagt, wenn es darum geht, Freunde zu einem Abend mit guten, gescheiten, lustigen, wie auch immer lohnenden Gesprächen wiederzusehen. Ein Gericht, ein aufregender Nachtisch: Das ist es schon, und daran hält man sich gerne stundenlang fest. Das kann aufwendig sein, oder wirklich bescheiden. Kartofelpuffer mit teurem Kaviar- aber auch mit Apfelmuß schmecken sie toll. Edler Lachs von weit weg, wild gewachsen- aber Hering ist auch etwas Großartiges. Oder eines von all den Eintopfgerichten. Oder diese Bleche mit dem wohlbelegten Teigfladen: Italienische Pizza, schwäbisch-alemannische Dünnete, griechische Pitta, lothringische Quiche. Damit lässt sich eine Gastgebertradition aufbauen. Und ein jeder kommt gerne wieder, weil es ihm geschmeckt hat.  Schon hochberühmt und begehrt ist inzwischen die "große Suppe" in einem - Jahre nach dem Mauerfall- wieder mit privatem Leben erfüllten Gutshaus im Brandenburgischen. Sie besteht hauptsächlich aus Erbesen. Das klingt nicht exquisit, aber sie ist eine Köstlichkeit. Serviert für eine riesige Gästeschar, die anderst gar nicht zu beköstigen wäre. Ein gutes Vorbild, solch preußisches Understatement. Sich als Superhausfrau zu erweisen, die ein füngängiges Menü für eine große Runde zaubert, stärkt das Selbstwertgefühl, das ist klar. Doch wer genug Selbstwertgefühl hat, kann auch mal Bescheidenes kredenzen, wenn es nur etwas Gutes ist. Freundin Erika, die Unvergleichliche, die immer einen Ausweg weiß, fand jüngst: "Rohe Selleriestangen, ein würziger Dipp aus Quark und Wein, sind genug für einen gelungenen Abend mit guten Gesprächen. Und man geht unbelastet nach Hause." Aber da muss ich doch aufbegehren: Ein ordentliches Stück Brot sollte schon dabei sein, damit mir der Magen nicht knurrt.......                                                                                                                                           

               

  Mangelndes Selbstbewußtsein.....

In der Zeit, als Du noch nicht so deprimiert warst, hattest Du sicherlich des öfteren Probleme, selbstbewußt aufzutreten. Wie oft hast Du Dich über das Verhalten anderer Menschen geärgert und Du hast den ganzen Ärger in Dich hineingefressen. Wie oft hast Du aus Angst und Ablehnung oder vor negativen Folgen klein beigegeben und hast Dich geärgert, daß Du so blöd bist. Und das alles mit Dir machen läßt. Wie oft hattest Du das Gefühl, daß andere Dich ausnutzen, Du kämst Dir hilflos vor, weil Du nicht wußtest, wie Du Dich wehren sollst, oder wie Du einfach Angst hattest, Dich zu wehren? Jetzt, wo Du deprimiert bist, hast Du es endgültig geschafft, Dein Selbstvertrauen abzubauen. Jetzt hast Du noch viel häufiger das Gefühl, die anderen können mit Dir machen, was sie wollen. Sehr wahrscheinlich wird Dir Dein Partner aufgrund Deiner Krankheit auch vieles abgenommen haben, daß Dein Selbstwertgefühl gestiegen ist. Denn Du kommst Dir vor wie ein häufchen Elend. eine Ursache für Deine depressive Verstimmung ist, daß Du Dich früher in vielen Situationen nicht durchsetzen konntest. Bzw. Angst hattest Dich durchzusetzen. Du hast das alles sehr übel genommen, indem Du Dich als Versager abgestempelt gefühlt hast und Dich als minderwertig eingestuft hast. Dadurch ist Dein Selbstvertrauen von mal zu mal noch geringer geworden und Dein Selbstwertgefühl is mehr und mehr gesunken. Du konntest Dich quasi selbst nicht mehr sehen, weil Du jeglichen Respekt vor Dir selbst verloren hast. Desshalb komt es nun darauf an, zu lernen, selbstbewußt aufzutreten. Du mußt Dein Selbstvertrauen Stück für Stück zurückgewinnen. Dies kannst Du nur erreichen, indem Du viele der Tätigkeiten, die Du Dir von anderen abnehmen hast lassen, wieder an Dich zu reißen. Mit anderen Worten: Du mußt wieder Selbständiger werden, mußt lernen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Denke nur einmal zurück an Deine ertse Fahrstunde. Erinnerst Du Dich noch, wie unsicher Du auf die Pedale getreten bist? Wie schwer es Dir fiel, Dich auf das Verkehrschaos in der Stadt zu konzentrieren?

Doch mit zunehmender Übung nahm jedoch Dein Gesamtvertrauen zu, Du fühltest, wie Du schalten und kuppeln mußt. Wie Du vorrausschauend auf Fußgänger, Verkehrsschilder und Hindernisse souverän reagierst? Genauso ist es, wenn Du jetzt wieder das Lenkrad in die Hand nimmst und nicht nur Deinen Fahrer für Dich fahren lässt. Mit zunehmender Übung verlierst Du mehr und mehr Deine Unsicherheit, ja es stellt sich ein großes Gefühl der Genugtuung ein. Du kannst wieder ein kleinwenig stolz auf Dich sein, sodaß sichDeine Stimmung wesentlich verbessern wird. Deine Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit sind kein Beweis, daß alles hoffnungslos und sinnlos ist. Sie sind nur der Bweis dafür, daß Du unter Depressionen leidest. Du wirst wieder Hoffnung schöpfen und Dein Leben wird wieder einen Sinn bekommen- auch wenn Du das im Moment noch nicht so sehen kannst. Es gibt einen Weg, wenn Du Ihn auch nicht sehen kannst. So wie die Sonne hinter den Wolken scheint, gibt es hinter Deiner verzweiflung und Hoffnungslosigkeit auch einne Pfad aus Deiner Depression. Gehe desshalb weiter, auch wenn Du das Ziel noch nicht sehen kannst. Gehe einfach so weit, wie Du sehen kannst. Wenn Du dort angelangt bist, werden sich für Dich auch neue Wege öffnen. Es ist völlig normal, daß es Dir an manchen Tage mal besser und mal schlechter geht. Das hat nichts damit zu tun, daß Du unfähig bist, Deine Depressionen zu überwinden. Das sind ganz normale Schwankungen, die jeder Depressive hat.

Finis coronat opus -Animum debes mutare, non caelum 

   

 

Schau nicht immer nach unten, auf die dunklen Seiten des Lebens. Sei kein Schwarzseher.Sonst hast Du keine Lust mehr zu essen, kannst nicht mehr schlafen, bist bedrückt, wirst blass und krank. Schau auf die sonnigen Seiten des Lebens und sei optimistisch. Optimismus: Das wunderbarste, billigste Vitamin, um lange gesund und glücklich zu leben. Zum Optimismus brauchst Du einen gesunden Geist, nicht einen Geist, der immer fragt: "Was bringt mir das, was habe ich davon?" Gift für den inneren Frieden ist die rastlose Jagd nach immer neuen, raffinierteren Genüssen, nach immer mehr Spaß und Unterhaltung. Ein Vergnügen, das mit der Flasche am Ende ist, mit der letzten Station des Freizeitcenters, mit Rausch und Kick, ist keine wahre Freude. Die liegt viel tiefer. Wahre Freude kommt aus dem Geist der Liebe, der wie eine Flamme von Herz zu Herz überspringt, aus dem Geist Gottes. Ich wünsche Dir diesen Geist, damit Dir die Glückseligkeit zuteil wird, ein Stück vom Paradies....

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